Mr. Dachs
Dein Businessbrief am MontagKostenlos anmelden →

BUSINESS VERSTEHEN UND RECHNEN

Gewinnschwellenrechner: Wie viel musst du verkaufen?

Vom Verkaufspreis bleibt nach den variablen Stückkosten der Deckungsbeitrag. Erst wenn die Summe dieser Beiträge die Fixkosten deckt, erreichst du die Gewinnschwelle. Rechne aus, welche monatliche Stückzahl du dafür brauchst.

Redaktion Mr. Dachs · Stand 1. November 2026

Mr. Dachs im Gespräch über eine Firmenübernahme

Alle Eingaben bleiben auf deinem Gerät. Keine Anmeldung nötig.

Mit deinen Zahlen rechnen
Kosten, die im betrachteten Bereich nicht mit der Stückzahl steigen.
Ohne abzuführende Umsatzsteuer. Nachlässe bereits abziehen.
Zum Beispiel Material, Verpackung und mengenabhängige Gebühren.
Vor persönlichen Steuern; nicht doppelt in den Fixkosten erfassen.

Beispiel: Ein gut besuchter Laden kann trotzdem zu wenig verdienen

Ein Produkt bringt 5 Euro Erlös ohne abzuführende Umsatzsteuer. Die variablen Kosten betragen 2 Euro, also bleiben 3 Euro Deckungsbeitrag. Bei 3.000 Euro Fixkosten braucht der Laden 1.000 verkaufte Stücke im Monat zur Kostendeckung. Für zusätzliche 1.500 Euro Zielgewinn braucht er 1.500 Stücke.

So wird die Gewinnschwelle berechnet

Deckungsbeitrag je Stück = Erlös je Stück − variable Kosten je Stück. Die Fixkosten geteilt durch den positiven Deckungsbeitrag ergeben die Stückzahl zur Kostendeckung. Für das Gewinnziel wird der Zielgewinn zu den Fixkosten addiert. Der Rechner rundet beide Ergebnisse auf ganze Stücke auf.

Welche Kosten werden oft vergessen?

Verpackung, Zahlungsgebühren und Ausschuss können den Beitrag je verkaufter Einheit verändern. Personal und Energie können teils feste und teils mengenabhängige Anteile enthalten. Prüfe die Einordnung für deinen Betrieb und denselben Zeitraum, statt Kosten gleichzeitig in beiden Feldern zu erfassen.

Netto oder brutto?

Arbeite mit Erlösen ohne abzuführende Umsatzsteuer und mit Kosten ohne erstattungsfähige Vorsteuer. Nicht erstattungsfähige Steuer gehört zu deinen Kosten. Welche Behandlung für dich gilt, musst du kennen; der Rechner leitet sie nicht aus der Rechtsform oder dem Umsatz ab.

Was passiert bei einem zu niedrigen Preis?

Ist der Erlös je Stück gleich hoch oder niedriger als die variablen Kosten, entsteht kein positiver Beitrag für die Fixkosten. Mehr Absatz allein löst dieses Problem im Modell nicht. Erst ein anderer Preis, andere Stückkosten oder eine veränderte Leistung ändern die Rechnung.

Wann reicht dieses Modell nicht?

Der Rechner betrachtet ein Produkt mit konstanten Werten. Unterschiedliche Produktmargen, begrenzte Kapazitäten und zusätzliche Personalstufen können die Schwelle verändern. Eine errechnete Absatzmenge ist keine Nachfrageprognose. Bei Dienstleistungen hilft ergänzend der Stundensatzrechner.

Passende Folgen und nächste Schritte

Quellen und Rechenmodell

Die Formeln und Beispiele sind auf dieser Seite offengelegt. Die fachlichen Grundlagen kannst du hier nachlesen: IHK Darmstadt: Kalkulation und Kennzahlen. So arbeitet unsere Redaktion.

Jeden Montag

Mr. Dachs’ Montagsbrief

Ein Thema aus Firma, Geld und Recht, die Rechnung dahinter und die passende Folge zum Nachsehen.

Kostenlos, per Mail, mit Bestätigung vorab.

Montagsbrief bestellen

Ein klarer Gedanke fürs Business

Jeden Montag eine Businessfrage, eine nachvollziehbare Rechnung und die passende Folge. Kostenlos in deinem Postfach.